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Rollstuhlrugby: (Handicap- Club ´99 Sachsen-Anhalt e. V.)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Halle
 
Sieg gegen Dresden hat auch ideellen Wert

Wieder zusammen in einer Spielergemeinschaft mit den Rostocker "Sea Eagles" , traten wir am 5. Februar zum 2. Spieltag der Regionalliga Ost an, erneut in der Halle des "Haus Rheinsberg". In dieser Halle wollen wir künftig sämtliche Regionalligaturniere ausrichten, um aufgrund der doch relativ zentralen Lage moderate Anreisewege für alle Teams zu gewährleisten.
Da diesmal der Kelch des Auftaktspiels an uns vorüber ging, konnten wir es etwas ruhiger angehen lassen und uns auf unser erstes Spiel vorbereiten, welches wir gegen die Raptors aus Berlin zu bestreiten hatten. Wie immer spielten beide Mannschaften äusserst engagiert, doch diesmal schien Berlin einen besseren Tag erwischt zu haben als beim Dezemberturnier. Die "Saale-Rowdies"/"Sea Eagles" versuchten, durch Umstellung der Taktik etwas entgegen zu setzen und den eigenen Torraum geschickt zu verteidigen und dann zu kontern, doch die Berliner rannten sich nicht "müde". Letztendlich konnten sie das Spiel mit 15:26 für sich entscheiden.
In unserem zweiten Spiel hiess es dann gegen Dresden antreten, den Gewinner des Dezemberturniers und aktuellen Tabellenführer. Diesmal wollten wir den Elbestädtern mehr entgegensetzen als im letzten Turnier. Wir wussten natürlich um die Qualitäten des Gegners und mussten zwei Sachen tun: Nach vorne spielen und auch den eigenen Torraum verteidigen, "Zone spielen". Dies gelang uns auch, so dass sich das Spiel relativ ausgeglichen gestaltete. Eisern hielten wir unsere Taktik ein, jeder tat das und bewegte sich so, wie vorher besprochen wurde. Auch vom Hallenpublikum wurden wir angespornt. Stets stand das Spiel absolut "auf der Kippe", selbst zu Beginn des letzten Viertels war es unmöglich, auf einen Sieger zu wetten. Zum Schluss stand es 29:30 für unsere Spielergemeinschaft. Knapper geht es nun wirklich nicht! Hinzufügen müssen wir, dass dieser Sieg wirklich überraschend kam, doch Überraschungssiege sind die schönsten. Besonders die Tatsache, gegen den Tabellenführer gewonnen zu haben, macht diesen Sieg besonders wertvoll für uns.
Nun stand noch unser Spiel gegen die "Greifswalder Rollmöpse" aus. In einem weiteren Kräftemessen gegen eine wirklich gute Mannschaft wollten wir dort ansetzen, wo wir gegen Dresden aufgehört hatten. Dies gelang uns auch gut, so dass wir beschlossen, mit derselben Taktik und Linie wie gegen Dresden zu spielen. Doch urplötzlich stand unser bester Spieler auf der Stelle, kam nicht mehr vorwärts. Sein Rollstuhl hatte auf den 4 kleinen Rädern -Rugbyrollis haben hinten noch 2 Antikipprollen- aufgesetzt, sein rechtes Antriebsrad drehte durch, schliff nur noch auf dem Boden. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sich die Steckachse des Rades nach einem heftigen Rollstuhlkontakt -ist ja alles erlaubt und macht erst den Reiz dieses Sports aus- verzogen hatte. Ersatz war auf die Schnelle nicht zu beschaffen -wir sind ja nicht die Nationalmannschaft- und so musste halt gewechselt werden. Andere Linie, andere Taktik. Leider gelang es Greifswald, dies auszunutzen und das Spiel mit 16:31 zu gewinnen, zumal uns noch das kräftezehrende Spiel gegen Dresden in den Armen steckte.
Als Erkenntnis aus diesem Turnier konnten wir mitnehemen, dass wir uns immer noch verbessern müssen, uns aber auf dem richtigen Weg dorthin befinden, diesen doch überraschenden Sieg gegen Dresden, der für uns auch einen ideellen Wert darstellt, nicht zu einem einmaligen Ereignis werden zu lassen.


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Bildergalerie zu diesem Artikel:
Regionalligaturnier Februar 2005, Rheinsberg [zeigen]
Autor: stwe
Artikel vom 21.02.2005, 18:25 Uhr
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