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(Bezirksfachverband Taekwondo Braunschweig e.V.) |
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Poomsae + Selbstverteidigung
Mitte April fand in Gifhorn der Jubiläums-Lehrgang des Bezirksfachverbands Taekwondo Braunschweig e.V. (BFV) mit den Großmeistern Carsten Runge, NTU Vizepräsident Technik, 5. Dan, und Frank Strasdat, 5. Dan, in Gifhorn statt. Über fünfzig Teilnehmer von jung bis mittelalt, vom 10. Kup bis zum 4. Dan, aus Hannover, Gifhorn, Göttingen, Helmstedt, Seehausen/Altmark und Wolfenbüttel waren gekommen, um sich Ideen und Anregungen für ihr Training zu holen. Der Lehrgang wurde in zwei Leistungsklassen geteilt, um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Carsten Runge zeigte Anfängern und Fortgeschrittenen anhand ausgewählter Grundtechniken und Formensequenzen von Poomsae Taeguk il-jang bis zur Kumgang die neuen "Basics", d.h. Stellungen und Technikmodifikationen, die durch die World Taekwondo Federation (WTF) neu definiert wurden. Hier galt es, sich auf den jüngsten Stand zu bringen, um bei Prüfungen und Turnieren unnötige Punkteinbußen zu vermeiden. Für die alten Hasen war es gar nicht so leicht, die neuen Bewegungsaufgaben nachzuvollziehen und die alten Muster umzulernen, aber sie nahmen es mit Humor. Frank Strasdat ging es vor allem um die prüfungsrelevante Selbstverteidigung - waffenlos für die Anfänger, mit Stock und Messer und in Bodenlage für die Fortgeschrittenen. Dabei zeigte sich, dass realistische Selbstverteidigung und Prüfungsanforderungen sich nicht ausschließen müssen: "Weg von der Angriffslinie, die Waffenhand weiterleiten und mit einer Scherbewegung dem Angreifer das Messer aus der Hand schlagen." Große Augen bei allen Teilnehmern, als der Referent dem Messerangriff blitzschnell auswich und gleich darauf das Messer in die Ecke flog. Einfachheit und Funktionalität zeichneten die vorgestellten Techniken aus, auch wenn sie mitunter mit den eingefleischt geradlinigen Bewegungsmustern der Taekwondoin kollidierten. Gleichwohl bot Strasdat ein strammes Programm, was auch für die Schwarzgurte noch spannend, durch eingebaute Wiedererkennungseffekte aber überschaubar blieb. "Selbstverteidigung muss funktionieren!" hob Strasdat als entscheidendes Kriterium nicht nur für die Prüfungssituation hervor. Davon konnte man sich hier und heute überzeugen.
Die BFV-Vorsitzende Ulli Bode war mit dem Verlauf des Lehrgangs sehr zufrieden und bedankte sich herzlich bei den Referenten und dem Ausrichter. Ende September soll ein weiterer Lehrgang zum Thema "Poomsae und Selbstverteidigung", diesmal in Göttingen, stattfinden.
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Autor: chha
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Artikel
vom 12.04.2008, 20:34 Uhr
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