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Taekwondo:
(Bezirksfachverband Taekwondo Braunschweig e.V.)

Taekwondo und Capoeira in Braunschweig

 
Am vergangenen Wochenende fand an der TU Braunschweig ein Lehrgang zum Thema Capoeira und Taekwondo statt. Als Referenten waren Frank Strasdat (4. Dan, SV Gifhorn), Sebastian Reiß (Capoeira) und Kai Gausmann (3. Dan, YONG-Verein Göttingen) vom Bezirksfachverband Taekwondo Braunschweig (BFV) eingeladen worden.

Der Lehrgang wurde in zwei Einheiten geteilt. Die erste Einheit ließ die Taekwondosportler ein wenig "über den Tellerrand" schauen, wie Frank Strasdat anschaulich feststellte, und befasste sich zwei Stunden lang mit Basics aus dem Capoeira, das als afroamerikanischer Kampftanz bekannt geworden ist. Dabei handelt es sich um Kampftechniken, die aus den asiatischen Kampfkünsten wie dem Taekwondo, Karate und Kung Fu bekannt sind, jedoch in einer tänzerischen Form versteckt sind. Sebastian Reiß vermittelte hier die drei Grundlagen des Capoeira und führte den Sportlern, die in dieser Sportart ja alle mehr oder weniger Anfänger waren, auch eindrucksvolle akrobatische Tricks vor. Zum Schluss der zwei Stunden sollten alle einmal ihr bislang Erlerntes in der so genannten „Rhoda“ ausprobieren. Das ist eine Spielform, in der alle Capoeirista in einem engen Kreis zusammenstehen, in dessen Mitte jeweils zwei Kämpfer mit einander „spielen“ und tänzerisch ihre Kunststücke vorführen.

Der zweite Teil wandte sich dem traditionellen Taekwondo zu. Frank Strasdat unterrichtete hierbei Dreischrittkampf, was eine abgesprochene Form des Kampfes mit einem Partner darstellt. Kai Gausmann zeigte anfangs den Fortgeschrittenen, worauf es bei Partnerübungen ankommt, und veranschaulichte dies mit einigen Übungsformen. Die beiden Referenten beschäftigten sich abwechselnd mit den Fortgeschrittenen und den Anfängern, um individuell auf die Bedürfnisse der Leistungsgruppen eingehen zu können.

Welchen Stellenwert die Lehrgänge im Bezirk Braunschweig seit langem haben, der zum Großteil durch bekannte Namen aus dem Umkreis, aber auch hochkarätigen Referenten aus dem gesamten norddeutschen Raum lebt, zeigt nicht nur die Anzahl der Teilnehmer, sondern auch die Herkunft. Sogar aus Berlin war eine Sportlerin extra angereist, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Das Konzept des BFV, nicht nur reine Taekwondolehrgänge anzubieten, sondern immer mal wieder auch Anreize aus anderen Kampfkünsten zu aufzunehmen, ging einmal mehr auf, was sich regelmäßig an den Teilnehmerzahlen ablesen lässt.


Autor: chha
Artikel vom 19.06.2005, 19:46 Uhr

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