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Eiskunstlauf:
(Eissportverein Grimma e.V.)

Viermal Edelmetall für gastgebenden ESV Grimma beim „VI. Deutschland-Pokal für Hobbyläufer“

 
Vom gastgebenden Eissportverein Grimma meldeten sechs Einzelläufer und als Premiere das TEAM GRIMMA Adults im Synchroneiskunstlaufen. Die erfolgreichsten Verbände waren Bayern mit 8 und Baden Württemberg mit 5 Pokalgewinnen. Erfreulicherweise gewannen vier der insgesamt fünf sächsischen Medaillen Grimmaer Sportlerinnen. Freudentränen gab es bei Doris Breitbarth im Showprogramm der Damen Altersklasse über Jahre / B, die sensationell Gold gewann. Sie spielte eine Kellnerin im Cafehaus der 20er Jahre, die sich in einen Gast verliebt und deren Liebe letztlich Erfüllung findet. Die zahlreichen Trainingsstunden bei Choreograph Frank Dehne zahlten sich aus. Er verlieh dem Programm vor allem mit dem Ausdruck von Gefühlen mittels Posen und Kunstlaufelementen wirkungsvoll Stimmung. Den Erfolg komplettierte Renate Wolff, die einen hervorragenden 2. Platz erlief. Sie schlüpfte mit coolen Posen perfekt in die Rolle von Don Johnson aus „Miami Vice“. Besonders eindrucksvoll gelangen die Kampfszenen am Kürende. In der Altersklasse 16 bis 30 Jahre gewann Sandy Sauer zur Filmmusik „Herr der Ringe“ völlig überraschend Bronze. Die Showprogramme bildeten das Highlight des gesamten Events, denn im Vordergrund standen Originalität und die Fähigkeit, das Publikum zu begeistern. In dieser Disziplin können die Breitensportler das meiste aus ihrem Leistungsvermögen herausholen. Für Ovationen sorgten u.a. Kurt van Tricht (Belgien) als Lady mit überproportionierten Geschlechtsmerkmalen, die mit ihren Reizen wahrlich nicht geizte und Silke Hartmann (Thüringen) mit ihrem knallroten Gummiboot. Im Einzellaufen feierten Lisa-Marie Priemer und Sandra Kretzschmar ihren Einstand beim „Deutschland-Pokal“. Lisa-Marie ging in der Kategorie B, der leistungsorientierten Hobbyläufer, an den Start. Nach sehr gutem Auftakt mit Axel schöner Spiralenfolge ging der „Fluß“ nach Fehler beim Doppelsalchow etwas verloren. Etwas enttäuscht über ihre Platzierung war Sandra Kretzschmar, die in der Kategorie C der Breitensportlerinnen an den Start ging und trotz fehlerfreien Programms nur auf Platz 8 einkam. Im Soloeistanzen war der Quickstep gefordert. Hier konnte Doris Breitbarth ihren 3. Platz aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Im Synchoneiskunstlaufen konnte das TEAM GRIMMA Adults bei seiner Wettkampfpremiere überzeugen. Neun Läuferinnen der Hobbygruppe des ESV entschlossen sich im Februar, eine Formation zu bilden und ein Kürprogramm einzustudieren. Das Fachpublikum war über die Leistung der Grimmaer Hobbyformation um Trainerin Kerstin Zwicker erstaunt, denn die Elemente gingen fließend ineinander über. Der Kreis enthielt bereits einen Schritt. Das Preisgericht belohnte den Auftritt mit unerwartet hohen Noten bis 4,0.
Grimma erlebte ein Fest des Breitensports, wovon sich Bürgermeister Matthias Berger bei der abschließenden Siegerehrung selbst ein Bild machen konnte. Bleibt zu hoffen, dass die finanziell stark angeschlagene Deutsche Eislauf-Union als Dachverband weiter zum „Deutschland-Pokal für Hobbyläufer“ steht, so dass sich auch im kommenden Jahr wieder die Breitensportler Europas in Grimma treffen können.


Autor: acku
Artikel vom 11.04.2006, 19:53 Uhr

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