Artikelausdruck von Freestyle Braunschweig


Handball:
(Vereinsnachrichten)

Olympia Neumünster hilft "Leben retten"

Am 17. August findet im Vorwege eines Handballfreundschaftsspiels am Hansaring eine gemeinsame Aktion vom DRK und MTSV Olympia statt

Neumünster.

Immer wieder ist es in allen Medien vertreten, das dringend benötigte Blut wird besonders im Sommer immer weniger, nicht nur in Neumünster, sondern in ganz Deutschland.

Die Handballerinnen des MTSV Olympia wollen sich mit der Situation aber nicht so einfach abfinden. „Wir haben uns gedacht, dass wir etwas dagegen machen müssen“, sagt Andreas Werft. Er ist Manager der Oberligamannschaft und hatte die Idee, zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) eine Aktion zum Blutspenden auszurichten.

Daher findet der nächste Spende-Termin nicht wie gewohnt beim DRK-Kreisverband an der Schützenstraße statt, sondern vielmehr bitten die Kooperationspartner am Freitag, 17. August, von 15 bis 18 Uhr in die Geschäftsräume des Kreissportverbandes in die KSV-halle am Hansaring 130 zur Blutspende.

Eine besondere Belohnung erwartet diesmal alle die sich pieksen lassen, denn alle Spender können sich im Anschluss kostenlos das Vorbereitungsspiel der Olympia-Handballerinnen gegen den Zweitligisten TSV Nord Harrislee in der Halle ansehen. Zudem werden Familiengutscheine verlost.

„Mit dieser Aktion wollen wir unsere Vorbildfunktion als Sportler dokumentieren und zeigen, dass man mit wenig Aufwand viel bewirken kann“, sagt Andreas Werft. Darum werden die Spielerinnen in den Tagen nach dem Spiel selbst auch geschlossen ihre Venen anzapfen lassen.

Von der Kooperation sollen natürlich beide Partner profitieren. Das DRK erhofft sich eine Aufstockung seiner Blutvorräte; die Handballdamen des MTSV möchten noch mehr Neumünsteraner für ihre Sportart begeistern. „Und wenn diese erste Aktion gut läuft, möchten wir auch in Zukunft weitere Projekte gemeinsam realisieren“, hofft Andreas Werft.

Begrüßt wird die Initiative aus Neumünster von Harald Hinz vom Blutspendedienst Nord des DRK. „Es ist wichtig, dass wir auch jüngere Leute zum Blutspenden motivieren. Vielleicht gelingt es uns auf diesem Wege“, so Hinz.
Die Kombination mit dem Sport halte er für einen guten Weg. Aktuell sei das Durchschnittsalter der Spender einfach zu hoch: Über die Hälfte sei älter als 45 Jahre. „Da man jedoch nur bis zum 68. Lebensjahr spenden kann, verlieren wir Jahr für Jahr etliche potenzielle Spender“, klagt Hinz. Allein in diesem Jahr sind von den zuvor 80 000 Spendern im Norden mehr als 1000 aus diesem Grund ausgestiegen.


Autor: alor
Artikel vom 13.08.2007, 10:41 Uhr

© www.freestyle24.de 1995-2003