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Basketball:
(Artland Dragons)

In Trier ist Angriff nicht die beste Verteidigung

 
Ganz entspannt können die Artland Dragons an diesem Osterwochenende zum letzten Hauptrundenspiel in der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) reisen. Die Partie bei TBB Trier am Samstag, 23. April, (20 Uhr, ARENA Trier) ist für die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch kaum von Bedeutung, da sie schon sicher als Tabellenvierter für die Beko BBL Play-offs qualifiziert ist. Anders sieht dies beim Gegner aus, der nur durch einen Sieg seine Chancen auf die Teilnahme an der Meisterrunde wahren kann und zudem auf Schützenhilfe angewiesen ist. „Trier wird alles daran setzen zu gewinnen“, sagt Dragons-Co-Trainer Martin Schiller. „Darauf müssen wir mental vorbereitet sein. Das wird eine große Herausforderung.“

Genau zum falschen Zeitpunkt schlugen bei dem Team von TBB-Headcoach Henrik Rödl die Personalsorgen zu. Center-Veteran George Evans bat „aus persönlichen Gründen“ um eine Vertragsauflösung; Topscorer Philip Zwiener (durchschnittlich 13 Punkte pro Spiel) musste verletzungsbedingt aussetzen. Zumindest auf letztgenannten kann Rödl seit vergangener Woche wieder zurückgreifen. Der deutsche Forward ist auch bester Rebounder seiner Mannschaft (4,8 im Schnitt). „Zwiener ist einer der besten deutschen Spieler in der Liga. Er hat ein gutes Spiel in der Mitteldistanz und ist deshalb sehr schwer zu verteidigen“, sagt Schiller.

Gelenkt wird das Spiel von Dru Joyce, der durchschnittlich die längste Zeit von allen Trierern auf dem Parkett steht (rund 34 Minuten). Zudem erzielt der 26-jährige Aufbauspieler ebenso wie Zwiener 13 Punkte pro Spiel und gibt zusätzlich im Schnitt 5,5 Assists. Die Trierer Rotation komplettieren die Guards Barry Stewart und John Bynum, Center-Talent Maik Zirbes sowie Dragan Dojcin und Oskar Faßler, wobei Zwiener und Joyce die einzigen Trierer Spieler sind, die auf eine zweistellige Punkteausbeute kommen.

Denn die Rheinland-Pfälzer erzielen im Schnitt nur knapp über 70 Punkte pro Spiel, lassen im Gegenzug aber auch nur 70 Zähler zu, was sie zum drittbesten Defensiv-Bollwerk der Liga macht hinter Bamberg und Frankfurt. „Trier verteidigt sehr, sehr gut“, sagt Schiller. „Sie sind engagiert, rotieren gut und spielen schnell, wenn sich entsprechende Situationen wie Ballverluste oder Rebounds aus der guten Verteidigung ergeben.“ Die Dragons, die wieder auf Nathan Peavy setzen können, aber immer noch auf Rob Kurz verzichten müssen, wollen in Trier versuchen, ihre Vorteile unter dem Korb auszuspielen. „Außerdem müssen wir das Tempo kontrollieren“, sagt Schiller.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 21.04.2011, 12:02 Uhr

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